sechs Amateurfunkbänder für 20€ DJ III UE mit 80 Cent um die Welt
letzte Änderung: 13.2.17
Wer kennt sie nicht: Nur 125cm hoch, robust, billig, und ein Klassiker bei mobilen CB-Funkern: Die  DV27S.
Am oberen Ende der DV27 befindet sich ein Abstimmstäbchen, mit dem man  den Resonanzpunkt im 11m-CB-Bandes einstellt. Im Idealfall ragt dieses Stäbchen etwa 5cm aus der Spitze der Antenne heraus. Durch Verlängern dieses Abstimmstäbchens läßt sich der Resonanzpunkt  beträchtlich nach unten verschieben, und zwar bis zum 20m-Band. Als Material eignet sich z.B. 2mm-Messingröhrchen oder -stab für ein paar  Cent aus dem Baumarkt.
Hier zunächst eine Übersicht über die ungefähren Längen des Abstimmstabes, wie er aus der Spannhülse herausragen muß/soll.Die Antenne befand sich dabei auf einem PL-Fuß mitten auf dem Autodach.
Die vorgeschlagenen Messingstäbchen aus  dem Baumarkt haben meist  nur eine Länge von 100cm. Um aber auf 20m zu  kommen, ist eine Länge von  mindestens 104cm erforderlich, zuzüglich dem Teil, der  in der Antenne verschwindet. Um dennoch auf  die benötigte  Länge zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten: Anlöten  (gefällt mir  persönlich weniger gut) oder Anschrauben mit einer  abisolierten  Lüsternen Klemme.
Achja: Wo ist das 6. KW-Band geblieben? Da ich mehrere DV27 zur  Verfügung hatte, kam ich irgendwann einmal auf  die bekloppte Idee, zwei  DV27 über Kopf miteinander zu verbinden,  also eine 2. DV27  verkehrt herum auf die erste obendrauf  setzen und an den Spannhülsen mit einem kurzen Verbindungsstück verschrauben. Es versteht sich von selbst, das sich diese abenteuerliche Konstruktion nicht von selbst hält und man  damit auch besser nicht fahren sollte...  Also habe ich mir eine Winkelleiste aus Holz besorgt und damit die  Antenne mittels Klebeband über die gesamte Länge gestützt. Heraus kam  eine ca. 2,6m lange mobile Vertikalantenne mit zwei übereianderliegenden Verlängerungsspulen in der Mitte. Beim Durchmessen stellte ich fest, das der Resonanzpunkt ziemlich genau bei 10Mhz lag, dem 30m-Band...
Diese umgebaute CB-Mobilantenne  ist eine hochinteressante und  preiswerte Alternative, um vom Auto aus  auf den oberen KW-Bändern QRV zu werden. Hat man zwei Exemplare zur  Verfügung, so läßt sich ebenso ein  billiger und kleiner 20m-Dipol mit  ca.  5m Spannweite für den stationären Betrieb  bauen. In der Praxis  erwies sich die DV27S als recht belastbare  Monobandantenne. Mit dem  IC706 und 100W erwärmte sich die Spule kaum. Mit einem auf 200W  umgebauten SK-757 wurde  die Spule lediglich handwarm, jeweils  während  SSB-Betrieb. Zum Einsatz kommt die Antenne auf einen verstärkten PL59-Fuß auf dem Autodach eines Opel-Kadett, der sonst für die UKW-Antenne vorgesehen ist. Als  passenden Übergang braucht man  zusätzlich  noch einen Adapter von PL auf DV-Fuß (ca. 10 EUR). Eine  DV27S bekommt man mit etwas Geduld auf einem Funkerflohmarkt, oder z.B. für 20 EUR bei einem Elektronikversand in  Hirschau.
Noch ein Tipp zum Schluß: Die bekannte   unverkürzte  11m- Viertelwellenantenne DV27-  Lang ist 2,65m lang und aus  zwei  gleichlangen  Teilen zusammengeschraubt. Läßt man die obere  Hälfte weg, so bleibt ein Antennenstück von  etwa 1,3m übrig, das ganz zufällig auf 55Mhz   resonant ist. Durch die Breitbandigkeit ist diese   Viertelwellenantenne auch noch recht gut über  das ganze 6m- Band  brauchbar. Der derzeitigen   rechtlichen Situation in DL wegen sollte man die  sendeseitige Anwendung aber besser auf einen  Auslandsurlaub mit geeigneter Gesetzeslage  verlegen, z.B England... ;-)